Interessante Website: www.klinikbewertungen.de

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Die Website www.klinikbewertungen.de ist interessant für diejenigen,
- die in eine Reha wollen, sollen, müssen
- die eine Behandlung, OP planen müssen
- die ein/e gewisse/s Klinik/Krankenhaus empfohlen bekamen
- und sich gern vorab informieren wollen.  

Denn oft "steht man doch im Regen". Wenn man/frau Glück hat, empfiehlt der behandelnde Arzt eine Klinik. Vielleicht gibt es sogar eine Voruntersuchung oder ein Vorgespräch - und man kann sich einen Eindruck verschaffen. Aber oft sind die einzigen Informationen in Broschüren und in hauseigenen Webauftritten der Klinik zu finden. 

Dank der Website www.klinikbewertungen.de kann man bzw. frau sich nun zusätzlich noch ein unabhängigeres Bild machen: Die Erfahrungen und eine abschließende Bewertung einzelner Patienten werden zur jeweiligen Klinik angezeigt, wenn Sie die betreffende Klinik in der Kliniksuche (Die Orte, in denen sich die einzelnen Kliniken/Krankenhäuser befinden, sind nach dem ABC geordnet) auswählen und anklicken.   

Ich finde die Idee und damit das Webangebot gut, richtig und wichtig, da es doch interessante Infos anbietet, die sonst schwierig zu bekommen sind! Letztlich wird ja auch "aus dem Nähkästchen" geplaudert.  

Was ich z.B. sehr wichtig finde: Oft hat eine Klinik einen gewissen Ruf; die Situation vor Ort kann sich jedoch z.B. durch eine/n Übernahme/Verkauf, durch den Wechsel eines Chefarztes/Therapeuten sehr schnell ändern - die Außenwelt bekommt dies jedoch erst verzögert mit. Hier spielten die Erfahrungsberichte von Patienten für mich z.B. schon eine entscheidende Rolle - und ich bin im Nachhinein sehr dankbar, dass ich dadurch eine andere Klinik auswählte, als es um eine längerfristige Behandlung ging.

Gleichzeitig möchte ich jedoch anmerken, dass all diese Berichte subjektiv sind. Z.B. ist es nicht nur, aber vor allem im psychosomatischen bzw. Therapie-Bereich möglich, dass zuweilen die einen Patienten von einer Klinik total begeistert sein können, während andere nach einigen Tagen von dort "geflüchtet" sind.

Lassen Sie sich dadurch bitte nicht durcheinander bringen.

So etwas ist möglich - denn oft spielen bei den Erfahrungsberichten Themen wie "Einzel, Doppel- oder Mehrbettzimmer", "Küche", "Sanitäranlagen" eine wichtige Rolle - und da scheiden sich ja oft die Geister. Dann gibt es gerade im Psychotherapie-Bereich sehr unterschiedliche Herangehensweisen, Methoden und Meinungen. Für die einen ist es gut, für die anderen kontraindiziert... Da ist es wichtig, sich vorher genau ein Bild zu machen, ob man/frau z.B. damit zurecht kommt, nur in Gruppentherapien zu arbeiten, da es in manchen Kliniken kaum Einzelgespräche gibt - während andere zwei Einzeltermine in der Woche anbieten, dafür jedoch wenig Gruppen. Entscheidend ist sicherlich auch, ob die betreffende Klinik für gewisse Krankheitsbilder auch wirklich ein ausgearbeitetes Therapieprogramm von Spezialisten anbietet, das passt oder ob Sie dort "einfach mitlaufen" würden etc. etc.   

In diesem Zusammenhang ein Tipp, der von Herzen kommt: Überlegen Sie sich bei einem bevorstehenden Klinikaufenthalt (egal, ob Reha oder Akut) vor einem Antrag, welche Prioritäten Sie für einen Klinikaufenthalt haben, was Sie brauchen, was Sie sich wünschen. Welche Behandlung brauchen Sie? Welche Schritte wollen Sie gehen? Welche Symptome stehen im Vordergrund? Welche Ziele haben Sie? Und dann vergleichen Sie bitte: Welche Klinik ist hier geeignet?

Ich bin mir sicher, dass es mit einem solchen Vorgehen weniger Klinik-Abbrüche, weniger unzufriedene Patienten etc. gäbe... wenn Patient, Arzt und/oder Therapeut hier vorher genau schauten, die Wunschklinik angäben - und wenn, ja, wenn die Krankenkassen oder  Rentenversicherungen die Wunschklinik akzeptierten und bewilligten.   

Zum Thema "Wunschklinik" hier ein wichtiger Beitrag für Patienten, deren Reha/Kur von der Krankenkasse getragen wird:
http://www.sozialblog.com/blog/2008/08/kurklinik-ist-grundsatzlich-fr.html

Eine andere Website, die bei der Kliniksuche hilft, ist übrigens das Internet-Portal "Weisse Liste". Wer hierzu mehr wissen möchte, hier ein Beitrag:
http://www.sozialblog.com/blog/2008/06/internetportal-weisse-liste-un.html

 

4 Kommentare

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Generell sollte man mit diesen Klinikbewertungen vorsichtig sein. Oft lassen Patienten ihrem Frust freien Lauf und geben die Schuld der Klinik. Gelegentlich kommen dann auch unsachliche Kommentare und Bewertungen vor, wie z.B. "Dieses Krankenhaus hat meine Frau umgebracht". Insgesamt halte ich die Möglichkeit, sich zu einer Klinik zu äußern aber für sehr positiv.

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In seriösen (!) Foren werden unsachliche Beiträge gelöscht. Vermutlich verfolgt der Betreiber des Forums eigene Interessen, z.B. möglichst viele Zugriffe. Letztendlich muß die Leistung der Bezahlung folgen und die ist von den gesetzlichen Krankenkassen vorgegeben. Warum also auf die Akut- und/oder Reha-Kliniken schimpfen?

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Hallo,

ich bin der Meinung, dass das Forum klinikbewertungen.de sehr wohl seriös ist, auch wenn der eine oder andere Beitrag vielleicht nicht ganz den journalistischen Grundsätzen entspricht. Gleichzeitig ist es wahrscheinlich wie bei Leserbriefen: Manchmal melden sich nur die, die nicht zufrieden sind - die Zufriedenen bleiben stumm. Und ich hoffe und nehme auch wahr, dass sich das bei klinikbewertungen.de zunehmend die Waage hält.

Rainer,

was ich noch zu folgendem Satz

"Letztendlich muß die Leistung der Bezahlung folgen und die ist von den gesetzlichen Krankenkassen vorgegeben.
Warum also auf die Akut- und/oder Reha-Kliniken schimpfen?"

sagen wollte:

Mit dem von Budget, das vorgegeben ist, kann die einzelne Klinik völlig unterschiedlich umgehen!

Ein Beispiel aus dem psychosomatischen Bereich (Thema: Traumatherapie), das ich persönlich kenne aus Erfahrung:

Die eine Akutklinik bot wundervolles Essen und Einzelzimmer, Wohlfühl-Programm am Wochenende an, dafür nur 20 Min. Einzeltherapie in der Woche und wenig Betreuung außerhalb der Gruppentherapien. Für Leute, die sich erholen wollten und nicht so schwer krank waren, ziemlich klasse. Für mich teilweise lebensbedrohlich, und ich konnte mich von gewissen Verzweiflungstaten nur abhalten, indem ich Telefonate mit Seelsorger und Freunden führte - und letztlich eine Telefonrechnung von über 400,- EURO für sechs Wochen zu berappen hatte!!! So nur schaffte ich jedoch die sechs Wochen - ohne dass irgendetwas Schlimmeres passierte.

In der anderen Akutklinik gibt es weder Einzelzimmer noch tolles Essen, einige Lebensmittel muss frau sich selbst kaufen. Am Wochenende gab es keinerlei Programm etc. Aber dafür 2x Einzeltherapie in der Woche und genügend Betreuung durch das Pflegeteam außerhalb der Therapien. Dort konnte ich in der Therapie wichtige Schritte tun, und kam stabilisierter nach Hause.

Beide Kliniken haben u.a. als Schwerpunkt "Traumatherapie" angeboten, beide dürften ein ähnliches Budget haben. Nur gehen beide völlig anders damit um. Die eine hat mich extrem destabilisiert, die andere bot mir die Unterstützung, die ich brauchte, um schrittweise zu gesunden.

Und ich wäre froh gewesen, wenn ich damals die Erfahrungen von Klinik 1 nicht hätte machen müssen, sondern gleich gewusst hätte, dass diese für meinen Fall nicht geeignet ist.

Deswegen finde ich Foren wie klinikbewertungen.de gut - und werde sie auch weiterhin hier empfehlen!


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Hallo Susanne,

so ganz tragfähig scheint mir der Vergleich mit Leserbriefen nicht zu sein. Warum? Erstens werden i.d.R. anonyme Leserbriefe nicht veröffentlicht und zweitens hat eine Zeitung nicht die Möglichkeit, positive Rückmeldungen zu generieren. Eine Klinik hat diese Möglichkeit! Wenn man das Forum "Klinikbewertungen" verfolgt, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Möglichkeit von bestimmten Kliniken durchaus genutzt wird.

Persönliche Erfahrungen kann man durch Forenbeiträge nicht ersetzen. Ich kann mir somit auch nicht denken, dass Ihnen aufgrund "Klinikbewertungen.de" die (leidvollen) Erfahrungen in der ersten Klinik hätten erspart werden können. Hier wäre mehr Transparenz erforderlich. Möglicherweise könnte man sich, wenn es der Gesundheitszustand erlaubt, vorher bei der Klinik nach den Behandlungsmodalitäten erkundigen.

Meine Bedenken gegen das Forum bestehen, auch aus den von Patrik geäußert Gründen, weiter!

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