Doch was ist eigentlich Kurzarbeitergeld?
KuG bekommen Arbeitnehmer, bei konjunkturellen Problemen des Arbeitgebers. Der Arbeitgeber ruft nur einen Teil der Arbeitszeit beim Arbeitnehmer ab, den Rest Arbeitnehmer arbeitslos auf Zeit. Es sind beitragsfinanzierte Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Das KuG wird derzeit bis zu 6 Monate lang gezahlt (mittlerweile ist sogar schon eine Ausdehnung auf bis zu 18 Monaten in der Diskussion).
Wie viel erhalten die Arbeitnehmer? Die Berechnung ist sehr kompliziert und gerade für den Einzelfall ist diese Darstellung nur ein ungefährer Leitfaden.
Zunächst ist das eigentliche Bruttoarbeitsentgelt zu ermitteln. Alle
sozialversicherungspflichtigen Entgeltbestandteile werden hierbei
berücksichtigt, allerdings weder Einmalzahlungen noch
Mehrarbeitsvergütungen.
Nun wird ermittelt, was der Arbeitnehmer tatsächlich als (vermindertes)
Bruttoentgeld inkl. Mehrarbeitsvergütungen erhalten hat.
Eigentliches und tatsächliches Brutto werden zunächst auf
den nächsten durch 20 teilbaren Betrag gerundet. Nun erfolgt der Abzug einer
Sozialversicherungspauschale von 21 %. Anschließend der Abzug der Lohnsteuer
entsprechend der in der Lohnsteuerkarte eingetragenen Steuerklasse und des
Kinderfreibetrags und der Abzug des Soli.
Hi,
die Ausdehnung auf 18 Monate wurde heute beschlossen.
Siehe folgenden Artikel von www.tagesschau.de:
Kabinett verlängert Kurzarbeitergeld auf 18 Monate
Kurzarbeitergeld kann künftig bis zu 18 Monate lang bezogen werden. Das Bundeskabinett stimmte in Berlin der Verlängerung der Bezugsfrist zu. Die neue Verordnung soll ab dem 1. Januar 2009 gelten und wird auf ein Jahr befristet. Die Verlängerung gilt für die Arbeitnehmer, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. Dezember 2009 entsteht. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Konjunkturpakets. Mit der verlängerten Bezugsfrist soll den betroffenen Arbeitgebern geholfen werden, die aktuelle Phase mit Auftragseinbrüchen und schlechter Auftragslage zu überbrücken, ohne die Arbeitnehmer zulasten der Arbeitslosenversicherung entlassen zu müssen.
Zunahme von Kurzarbeit erwartet Arbeitgeber könnten ihre eingearbeitete Belegschaft behalten, hieß es. In diesem Fall zahlt der Staat über die Bundesagentur für Arbeit (BA) den betroffenen Arbeitnehmern 60 Prozent ihres bisherigen Nettolohns. Das ist der gleiche Satz wie bei Arbeitslosigkeit. Dennoch ist die Finanzierung von Kurzarbeitergeld nach Angaben von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz günstiger als die Bezahlung von Arbeitslosen. Nach Schätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BA könnte sich die Zahl der Kurzarbeiter im nächsten Jahr auf 160.000 verdoppeln.
Die Große Koalition hatte das gesetzlich auf sechs Monate befristete Kurzarbeitergeld für das erste Halbjahr 2007 bereits einmal vorübergehend auf 15 Monate verlängert und dies dann auf zuletzt zwölf Monate zurückgenommen. Ab Januar 2009 sollte die Zahlung eigentlich wieder auf sechs Monate begrenzt werden.
http://www.tagesschau.de/inland/kurzarbeitsgeld100.html
Betroffene Arbeitnehmer können Ihren Anspruch auf das Kurzarbeitergeld mit dem Online Rechner zum KUG hier berechnen:
http://www.kurzarbeit-aktuell.de/kurzarbeitergeld-berechnung.html
Benötigt wird hierfür das Sollentgelt, Istentgelt, Lohnsteuerklasse und ob ein Kinderfreibetrag vorhanden ist.
Grüße
Thomas