Check up 35 / Vorsorgeuntersuchung

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Alle zwei Jahre haben Versicherte die mindestens 35 Jahre alt sind einen Anspruch. Sie umfassen die Analyse der Lebensführung, die Wahl der Behandlungsmittel entscheidet der Arzt. Dabei muss es sich um zu behandelnde Krankheit handelt, das Frühstadium dieser Krankheit nicht überschritten ist. Klassische Diagnosen sind Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankungen.

Sonderleistungen darf Ihr Arzt nur erbringenm wenn es ausdrücklich Ihr Wunsch ist und Sie einen privatärztlichen Verhandlungsvertrag unterschreiben.

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Bei den Vorsorgeuntersuchungen sollten Sie jedoch darauf achten, dass in den letzten Jahren einige Bestandteile gestrichen wurden, die früher noch integriert waren.

Als Beispiel die frauenärztliche Vorsorgeuntersuchung, die für Frauen ab 20 Jahren gilt. Zurzeit gehören hierzu folgende Massnahmen:

- Fragen nach medizinischer Vorgeschichte, nach Erkrankungen im letzten Jahr, nach zur Zeit bestehenden Beschwerden, nach Einnahme von Medikamenten

- Untersuchung der äusseren Genitalorgane, der Scheide und genaues Betrachten des Muttermundes
Entnahme eines Zellabstriches von der Oberfläche des Muttermundes und aus dem Gebärmutterhalskanal (der sog. "Krebsvorsorgeabstrich")

- Entnahme eines zweiten Abstriches aus der Scheide zur Beurteilung Scheidenschleimes zumAusschluss von Entzündungen und Pilzerkrankungen

- Abtasten des Unterbauches von aussen und innen (durch die Scheide und/oder den Darm), um Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke zu beurteilen

- Abtasten und Betrachten der Brust sowie der Achselhöhle

- Suche bzw. Frage nach Hautveränderungen (z.B. Schwarze Flecken, Hautwucherungen o.ä.)

- ab dem 45. Lebensjahr Durchführung eines Testes auf Blut im Stuhlgang zur Vorsorge gegen Darmkrebs

Was früher noch Kassenleistung war, heute jedoch selbst bezahlt werden muss: z.B. die Ultraschall-Untersuchung der Unterbauchorgane.

Eine Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs wird in der Regel nur durchgeführt bei konkretem Verdacht. Es sei denn, Sie haben in Ihrer Familie bereits Fälle von Brustkrebs gehabt. Dann sollten Sie dies auf jeden Fall anmerken. In diesem Fall wird die Mammographie und auch eine Ultraschall-Untersuchung nämlich von der Kasse bezahlt. Ich selbst habe die erbliche Vorbelastung, versuche aber auch, diese Untersuchung nicht allzuoft durchführen zu lassen, da sie doch belastet. Gleichzeitig ist meine Erfahrung jedoch, dass viele junge Frauen sich entschieden haben, auf Privatkasse eine Mammographie durchzuführen - spätestens bei der ersten Freundin, die weinend am Telefon erzählt, dass sie Brustkrebs hat.

Grundsätzlich befinden sich viele Frauen jedoch im Konflikt: Verzichte ich auf die zusätzliche Sicherheit bzw. Früherkennung, weil ich Geld sparen möchte? Habe ich das Gefühl, dass meine Frauenärztin bzw. mein -arzt mich nur "abzocken" möchte "Individuelle Gesundheits-Leistung" (IGEL)? Wie viel Geld kann und möchte ich denn überhaupt aufwenden, um gesund zu bleiben?

Einen Rat habe ich nicht. Aber ich glaube, dass Vorsorge auch Geld kosten darf - und dass ein Bauchgefühl und daher auch ein persönliches Gespräch mit dem betreffenden Arzt nicht fehlen darf, um sich entscheiden zu können, welche Art von Vorsorge für einen persönlich wichtig ist.


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Ich war gerade baff, als ich den Maßnahmen-Katalog sah. Viele Frauärzte/-innen führen diese Vorsorge-Untersuchung inzwischen ja eher im "Hauruck"-Verfahren durch.

Zum Beispiel habe ich in den letzten zehn Jahren keine/n Frauenarzt bzw. -ärztin kennengelernt, die sich bei der Vorsorgeuntersuchung je erkundigt hätten, ob frau im letzten Jahr krank war geschweige denn, welche Medikamente ich ansonsten verordnet bekommen habe. Wahrscheinlich sollte ich doch weitersuchen und fordern... Und das sollten Sie auch tun, allein eventuell unbekannte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten etc. können ja echt große Probleme bereiten...

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